Anthropic startet die Agenten-App Claude Duet — und Metas Assistent Muse überschreitet zehn Millionen Nutzende
Am 22. Oktober veröffentlichte Anthropic laut TechCrunch Claude Duet als Forschungsvorschau für iOS, Android und Web, zugänglich nur mit Pro- oder Max-Abo und über eine Warteliste. Die App erstellt tägliche Übersichten und kleine Dashboards, schlägt auf Basis der verbundenen Daten Handlungen vor und arbeitet Aufgaben im Hintergrund auf einer eigenen virtuellen Maschine ab; für Freigaben meldet sie sich zurück.
Duet läuft auf Claude Opus 5.5, kann über mehr als 6.000 Erweiterungen aus dem Claude-Marktplatz auf andere Dienste zugreifen und mit Zustimmung über Stripes Link-Wallet oder Shopifys Shop Pay einkaufen. Wertpapiergeschäfte und Überweisungen zwischen Konten sind ausgeschlossen, und ein neuer Filter soll verhindern, dass sensible Informationen abfließen. Einen eigenen Unternehmenstarif nennt der Bericht nicht.
Einen Tag zuvor nannte Mark Zuckerberg in Metas Quartalskonferenz eine erste Zahl für den eigenen Assistenten: Mehr als zehn Millionen Menschen in den USA und Kanada hätten in rund sechs Wochen einen persönlichen Muse-Agenten eingerichtet; er sprach von einem passenden Produkt für den Markt und einer nun beginnenden Wachstumsphase. Zur Muse-Familie zählt Meta inzwischen Muse Spark, Muse Glimmer, Muse Wonder, das offene Muse Spark Open und den Programmier-Agenten Muse Code.
Der dauerhaft mitlaufende persönliche Agent ist zur eigenen Produktkategorie geworden: Meta, OpenAI mit seinen „Dots“ und jetzt Anthropic haben jeweils einen. Bei Meta liegt erstmals eine Nutzerzahl vor, bei Anthropic ein Sicherheitsdesign — Freigaben vor heiklen Schritten, keine Geldbewegungen —, das genau zu den Bedenken passt, die Banken in derselben Woche geäußert haben (siehe Kurz notiert).
Für Unternehmen ist Duet noch kein Konkurrenzprodukt: Es fehlen Rechteverwaltung und Admin-Funktionen. Das Risiko liegt woanders — Beschäftigte, die solche Apps privat abonnieren und mit Arbeitsdaten verbinden.